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Barrierefreies Wohnen - Wohnen im Alter

 
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martin breger



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BeitragVerfasst am: 30.03.2009, 23:29    Titel: Barrierefreies Wohnen - Wohnen im Alter

Barrierefreies Wohnen - Wohnen im Alter

Hallo habe eine schöne Seite aus dem Wrangelkiez entdeckt:
http://www.barrierefreieseinkaufen.de/
Dabei war auch noch ein tolles Piktogramm was als Kennzeichnung für Barrierefreie Zugänge zu Läden und Kneipen gedacht ist.
Vielleicht eine Idee zum übernehmen?
http://www.barrierefreieseinkaufen.de/html/pages/de_index_datenbank_piktogramme.html

Frage mich aber, ob es im Kiez Beispiele für modernisierte und barrierefreien Wohnraum gibt? Kennt jemand solche Wohnungen oder wird bei den Modernisierungen im Umfeld darauf Einfluß ausgeübt oder sind aufgeklärte Eigentümer von sich aus bereit Wohnraum in dieser Art auszubauen ?

gruß von Dickes B
[/img]


Zuletzt bearbeitet von martin breger am 11.12.2009, 12:34, insgesamt einmal bearbeitet
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martin breger



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BeitragVerfasst am: 15.11.2009, 09:49    Titel: Barrierefreier U-Bahn Zugang

Barrierefreiheit U-Bahn Schönleinstraße

Laut der Prioritätenliste , die vom Berliner Behindertenverband für die
BVG erstellt wurde, ist bis auf Weiteres für die Schönleinstraße kein barrierefreier Zugang
geplant.
Es wird damit begründet, dass bereits Kottbusser Tor und Hermannplatz einen
barrierefreien Zugang besitzen und somit dieses Gebiet abgedeckt sei.
Die Liste des Behindertenverbandes gilt bis 2016.


Zuletzt bearbeitet von martin breger am 11.12.2009, 12:35, insgesamt einmal bearbeitet
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martin breger



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BeitragVerfasst am: 15.11.2009, 10:20    Titel: Wohnprojekte im Alter

Wohnprojekte im Alter

Private Wohnprojekte sind für offene, kontaktfreudige Menschen geeignet, die sich in eine Gemeinschaft einbringen wollen.
Sie sollten dazu bereit sein, die eigenen Vorstellungen immer wieder zu überprüfen und in bestimmten Situationen zugunsten
anderer zurück zu stellen. Beim Einzug sollten sie noch nicht pflegebedürftig sein.

Wohngemeinschaft (WG)
Das klassische WG-Modell mit nur einem oder zwei eigenen Zimmern pro Person und mehreren Gemeinschaftsräumen ist eher
selten. Die meisten älteren Menschen wünschen sich mehr Privatsphäre. Dabei hat eine funktionierende Wohngemeinschaft
durchaus Vorteile. Sie verringert die Gefahr, im Alter zu vereinsamen, fördert Freundschaften und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Jeder kann seine Fähigkeiten einbringen und Verantwortung übernehmen, etwa beim gemeinsamen Kochen, Einkaufen oder Putzen.
Das hält flexibel, aktiviert und stärkt die persönlichen Fähigkeiten. Werden die Bewohner mit der Zeit hilfebedürftig, lässt sich
Unterstützung und Betreuung von außen gemeinsam leichter organisieren und finanzieren. Denkbar ist zum Beispiel, dass sich
eine Wohngemeinschaft die Kosten für eine Pflegekraft teilt, die dann stundenweise ins Haus kommt. Langfristig könnte sich aus
einem solchen Modell eine selbst organisierte betreute Wohngemeinschaft entwickeln.

Hausgemeinschaft
Verglichen mit einer Wohngemeinschaft, ist das Leben in einer Hausgemeinschaft unverbindlicher. Dennoch geht sie weit über
gute nachbarschaftliche Beziehungen hinaus. Jeder kann in der eigenen Wohnung unabhängig leben, aber auch mit anderen
zusammenkommen. Es gibt von allen genutzte Räume wie Gemeinschafts-, Wirtschaftsräume oder einen Garten, dessen Pflege
gemeinschaftlich organisiert ist. Da sich die Bewohner nicht täglich treffen, ist eine gewisse Strukturierung des Gemeinschaftslebens
nötig, um es lebendig zu erhalten - etwa durch regelmäßige Termine, Feiern oder Ausflüge. Wichtig ist auch die hausinterne
Kommunikation. Die Grenzen zu Wohnprojekten sind fließend.

Koordinierungsstelle Rund ums Alter
Friedrichshain-Kreuzberg
Kontakt
Adresse:
Wilhelmstraße 115
10963 Berlin
Telefon:
030 - 25 70 06 73
Fax: 030 - 25 70 08 02
E-Mail: koordinierung(at)dw-stadtmitte.de
Internet: www.koordinierungsstellen-rundumsalter.de
Sprechzeiten
Telefonische Erreichbarkeit
Beratungssprechzeit
Mo - Do 09.00 - 12.00 Uhr
Mi 12.00 - 15.00 Uhr

http://www.hilfelotse-berlin.de/wohnen_im_alter


Zuletzt bearbeitet von martin breger am 11.12.2009, 12:36, insgesamt 2-mal bearbeitet
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martin breger



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BeitragVerfasst am: 15.11.2009, 10:29    Titel: Gerne lebenslänglich Graefekiez ?

Gerne lebenslänglich Graefekiez ?
Wohnen im Alter Kriterien für ein altersgerechtes Zuhause


Sowohl die Wohnung als auch die Umgebung muss für ältere Menschen bestimmte Kriterien erfüllen, damit sie auch
dann noch weitgehend normal weiterleben können, wenn ihre Mobilität ab- und ihre Hilfebedürftigkeit zunimmt.

Kriterien: Die Wohnung
Eine altersgerechte, barrierefreie Wohnung ist im Idealfall...

* über einen Aufzug zu erreichen oder ebenerdig gelegen.
* weder zu groß noch zu klein: Sie bietet auch einer Person einen abgetrennten Wohn- und Schlafbereich, eine
geräumige Küche und ein ausreichend großes Bad mit angepassten Sanitäreinrichtungen.
* einfach und bequem zu beheizen, am besten über eine Zentralheizung mit Temperaturreglern in Greifhöhe.
Kohle- oder Ölöfen sind für Ältere unzumutbar und können gefährlich sein.
* hell und gut zu belüften. Sie hat einen stufenlos zugänglichen Balkon, eine Terrasse oder einen kleinen Garten.
Ein Bewohner sollte, auch wenn die Beweglichkeit nachlässt, problemlos an der frischen Luft sitzen können.
* großzügig geschnitten: Die Räume sind nicht zu eng und verwinkelt; Flur, Bad und Küche bieten ausreichend Raum,
um sich auch mit Gehhilfen oder einem Rollstuhl sicher bewegen zu können.
* ohne Stufen und Schwellen: Türschwellen sind nicht vorhanden, Treppenabsätze, Podeste oder Balkonschwellen
abgebaut oder können über eine festinstallierte Rampe überwunden werden. Die Türen sind mindestens 80 Zentimeter
breit, damit bei Bedarf ein Rollstuhl hindurchpasst; oder sie lassen sich verbreitern.
* mit Fenstern ausgestattet, die auch in Sitzhöhe den Ausblick nach draußen ermöglichen und
sich leicht öffnen und schließen lassen. Elemente wie Lichtschalter und Türgriffe lassen sich bequem erreichen.


Wohnlage und Wohnumfeld
Eine altersgerechte Wohnanlage bedeutet:
* Die Bewohner können die Wohnung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen; eine Bus- oder Bahnhaltestelle ist in der Nähe.
* Sie können die täglichen Einkäufe zu Fuß erledigen.
* Im Wohnviertel arbeiten ambulante Dienste. Die Praxis eines Allgemeinarztes ist in der Nähe.
* Sie finden Unterhaltung, soziale und kulturelle Treffpunkte in der Nachbarschaft und können in einem nahegelegenen Park
oder einer Grünanlage spazieren gehen.

Die AG-Mieten trifft sich wieder am: Jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr im Kiezbüro in der Dieffenbachstr. 40 .
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martin breger



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BeitragVerfasst am: 02.02.2010, 14:27    Titel: Netzwerk für ältere Menschen[

Netzwerk für ältere Menschen
in Friedrichshain-Kreuzberg
Seit September 2003 besteht in Friedrichshain-Kreuzberg ein Netzwerk, in dem sich Einrichtungen
aus Altenhilfe, Geriatrie, Gerontopsychiatrie und Rehabilitation zusammengeschlossen haben. Zur
Zeit gehören dem Netzwerk 33 Träger und Institutionen an.
http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/verwaltung/org/planleit/ggv.html

Der aktuelle Flyer ist unter diesem Link:
http://www.berlin.de/imperia/md/content/bafriedrichshain-kreuzberg/plan-undleitstelle/flyer_ggv.pdf?start&ts=1264690579&file=flyer_ggv.pdf
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rüdiger nüchtern



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Beiträge: 66
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BeitragVerfasst am: 15.02.2010, 09:28    Titel: Keine Gaststättenkonzession ohne Barrierefreiheit

Keine Gaststättenkonzession ohne Barrierefreiheit!

In der Taz Bremen vom 11.2.2010 wird unter der Titel INKLUSION-"Nicht ohne uns über uns" der Bremer
Landesbehindertenbeauftragte Joachim Steinbrück, wie folgt zitiert: "Behindertenpolitik muss
aus der sozialpolitischen Ecke heraus" - also auch vom Wirtschaftsressort gemacht werden.
Indem es zum Beispiel keine Gaststätten mit Barrieren fördert. .... Steinbrück will die Umsetzungsbemühungen
der UN-Konvention nun in einem Landesaktionsplan bündeln. Selbstverständlich begleitet von einem Beirat, der
die Betroffenen vertritt.
Stegmann betont als Motto: "Nicht ohne uns über uns."

Ich denke, dies wäre auch im Kiez eine vernünftige Forderung.

http://www.taz.de/1/nord/bremen/artikel/1/nicht-ohne-uns-ueber-uns/

Miet AG im Graefekiez
Dieffenbachstr.40
 66 30 72 36
Email: mieten-ag@graefe-kiez.de
Nächster Termin an diesem Ort:
1 Montag im Monat 19 Uhr
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martin breger



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BeitragVerfasst am: 12.10.2010, 21:00    Titel: Wegfall der Anschlussförderung

Hier die Drucksache DS/1916/III der BVV Kreuzberg Friedrichshain auch unter folgendem Link zu sehen:
http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=4152&options=4
Wegfall der Anschlussförderung auch bei behindertengerechten Wohnungen und sozialrechtlich betreutem oder geförderten Einzel- oder WG-Wohnen!

Ich frage das Bezirksamt:
1. Wie viele Wohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg, in denen Hilfen von freien Trägern Hilfen nach dem SGB VIII, IX oder XII angeboten werden, sind von massiven Mietsteigerungen aufgrund des Wegfalls der Anschlussförderung betroffen?
2. Wie schätzt das Bezirksamt die Situation ein, dass immer mehr Menschen mit Einschränkungen, die besonders betreut werden müssen, aus Friedrichshain-Kreuzberg verdrängt werden?
3. Was gedenken der Bezirk und das Land Berlin zu tun, um eine Verdrängung dieser Einwohner_innen Friedrichshain-Kreuzbergs aus dem Bezirk zu verhindern?
Nachfragen:
4. Hält es das Bezirksamt für sozial gerechtfertigt und im Sinne des Anspruchs auf gesellschaftliche Teilhabe wie es die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen vorschreiben, wenn diese Menschen aus Friedrichshain-Kreuzberg verdrängt werden?

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin 07.10.10

Abt. Bauen, Wohnen und Immobilienservice - 3260 –

Stadtraträtin
Ihre Mündliche Anfrage vom 29.09.2010 beantworte ich wie folgt:
1. Wie viele Wohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg, in denen Hilfen von freien Trägern Hilfen nach dem SGB VIII, IX oder XII angeboten werden, sind von massiven Mietsteigerungen aufgrund des Wegfalls der Anschlussförderung betroffen?
Antwort:
Vom Wegfall der Anschlussförderung sind in Friedrichshain-Kreuzberg 2246 Wohnungen des Wohnungsbauprogramms 1985 – 1997 betroffen. Diese wurden 2003 durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung an die Bezirke gemeldet.
Im Ortsteil Kreuzberg handelt es sich u. a. um die im Rahmen der IBA 1984 hergestellten Wohngebäude in der Nähe des Potsdamer Platzes. Im Ortsteil Friedrichshain (wie in allen Ortsteilen des Beitrittsgebiets) um den gesamten im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus nach der Wiedervereinigung errichteten Neubau.
Insgesamt sind in Berlin vom Wegfall der Anschlussförderung 538 Unternehmen mit 713 Objekten und 27.994 Mietwohnungen betroffen.

Im Bezirk sind 182 Wohnungen, die für Senioren und 46 Wohnungen, die für Rollstuhlfahrer gefördert wurden, vom Wegfall der Förderung betroffen.

Das sind 23 % der öffentlich geförderten Seniorenwohnungen und 30% der vorhandenen Rollstuhlfahrerwohnungen. Diese sind zwar von der Senats-Freistellung ausgenommen, werden aber bei Ablöseverträgen mit der IBB freigestellt oder sind auf Grund der Miethöhe nicht akzeptierbar. Auch in diesem speziellen Wohnungssegment ist eine Versorgung zunehmend unmöglich.
Eine genaue Anzahl der Sozialwohnungen, die von freien Trägern für die Betreuung Ihrer Klientel angemietet wurden, kann nicht genannt werden. Datentechnisch lässt sich dieses nicht differenzieren und auswerten.

2. Wie schätzt das Bezirksamt die Situation ein, dass immer mehr Menschen mit Einschränkungen, die besonders betreut werden müssen, aus Friedrichshain-Kreuzberg verdrängt werden?
Antwort:
Mit dem Wegfall der Anschlussförderung dürfen die Eigentümer die Miete über die ortsübliche Vergleichsmiete für nichtpreisgebundenen Wohnraum nach dem Berliner Mietspiegel hinaus bis zur Höhe der vollen Kostenmiete anheben. Dies ist gemäß den Regelungen des Wohnungsbindungsgesetzes zur Kostenmiete (§§ 8 ff. WoBindG) zulässig.

Da die Verfügungsberechtigten nicht an die Regelungen des BGB gebunden sind, kann die Miete schlagartig bis zur Kostenmiete erhöht werden. Diese beträgt zwischen 13,00 und 15,00 € nettokalt/m². Die davon betroffenen Mieter sind überwiegend berechtigt, d. h. mit einem WBS in diese Wohnungen eingezogen.
Solche Mieterhöhungen sind von den Mietern wirtschaftlich nicht zu verkraften. Es bleibt Ihnen oft nur die Möglichkeit, die Wohnung zu kündigen.

In beiden Ortsteilen hat der Bezirk Belegungsrechte im Bestand des sozialen Wohnungsbaus, soweit dieser nicht vom Senat freigestellt wurde. Hier dürfen die Wohnungen nur an Wohnungssuchende vermietet werden, wenn durch diese ein passender Wohnberechtigungsschein vorgelegt wird.

Mit der generellen Freistellung, die es den Eigentümern ermöglicht, frei und ohne Bindungen zu vermieten, ist ein erheblicher Druck auf die Bestandsmieter entstanden. Zusammen mit der Möglichkeit, die Miete bis zur Kostenmiete zu erhöhen, findet eine Vertreibung der Bestandsmieter statt, die die Stadt- und Sozialstruktur nachhaltig verändern wird.

Die Anmietung der geförderten Wohnungen gestaltet sich in beiden Ortsteilen für Bezieher von Transferleistungen, Familien mit Kindern, Behinderte, alte Menschen zunehmend schwieriger, weil z. B. die als angemessen anzusehenden Mieten gem. AV Wohnen im betrachteten Zeitraum nur bei 1-Personen-Haushalte um 5 % angehoben wurden.

Mieter werden bei Neuanmietung nicht über die Konsequenzen der Kostenmiete aufgeklärt, es werden Provisionen verlangt etc..
Hier kann nur dringend empfohlen werden, vor Anmietung das Wohnungsamt zum Status der angebotenen Wohnung zu befragen.

3. Was gedenken der Bezirk und das Land Berlin zu tun, um eine Verdrängung dieser Einwohner_innen Friedrichshain-Kreuzbergs aus dem Bezirk zu verhindern?
Antwort:
Die Zahl der Haushalte, die diese Wohnungen nicht mehr bezahlen können, wird größer.
Die Nachfrage und damit der Verdrängungsdruck durch Haushalte mit gutem Einkommen und entsprechenden Erwartungen an guten Wohnraum wird größer.

Personenkreise, die auf bestimmte Standards angewiesen sind, werden keine geeigneten und bezahlbaren Wohnungen mehr finden (z. B. Rollstuhlfahrer, Senioren).

Um nicht als Mietschuldner auf dem Berliner Wohnungsmarkt chancenlos zu bleiben, ist für viele Mieter hier große Eile geboten.

Es ist nicht möglich, den betroffenen und mittels Mieterhöhung vertriebenen Mietern angemessenen Wohnraum zu vermitteln. Das, obwohl die Senatsverwaltung beispielsweise im Fanny-Hensel-Kiez eine Mieterberatungsgesellschaft beauftragt hat und die Wohnungsbaugesellschaften bereit waren, die Mietkosten zu senken.

Es sind nicht genügend Ausweichwohnungen vorhanden. Die Wohnraumversorgung der betroffenen Mieter scheitert in vielen Fällen an den als angemessen angesehenen Mietkosten gem. AV Wohnen, weil in vielen Fällen Mieter auf Transferleistungen angewiesen sind. Die Anpassung der AV Wohnen ist dringend erforderlich.

Alternativstandorte können nicht benannt werden, da der gesamte Berliner Wohnungsbestand vom Wegfall der Anschlussförderung betroffen ist.

In den einzelnen Berliner Bezirken sind jeweils in:
Pankow 4.665
Mitte 3.707
Neukölln 3.401

Tempelhof-Schöneberg 2.898
Lichtenberg 2.439
Friedrichshain-Kreuzberg 2.246
Reinickendorf 2.170
Spandau 1.825
Treptow-Köpenick 1.643
Steglitz-Zehlendorf 1.130
Charlottenburg-Wilmersdorf 1.060
Marzahn-Hellersdorf 810 Wohnungen betroffen.

Der Bezirk hat keine Möglichkeiten, dem Verdrängungsprozess entgegenzuwirken. Hilfe und Unterstützung der Betroffenen sind nur in wenigen Einzelfällen möglich.

Zur Beantwortung dieser Frage ist die Landespolitik in die Verantwortung zu nehmen.

Nachfragen:

1. Hält es das Bezirksamt für sozial gerechtfertigt und im Sinne des Anspruchs auf gesellschaftliche Teilhabe wie es die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen vorschreiben, wenn diese Menschen aus Friedrichshain-Kreuzberg verdrängt werden?

Antwort:
Die Verdrängung hilfe- und pflegebedürftiger (sowie auch aller anderen) Menschen aus dem Bezirk ist natürlich nicht sozial gerechtfertigt.

Berlin muss sich wieder zur Aufgabe der Daseinsvorsorge bekennen. Die heutige Situation stellt sich jedoch so dar, dass es eine ausreichende Versorgung aller Bürger/innen dieser Stadt mit bezahlbarem Wohnraum nicht mehr gibt.
Trotzdem ist jeder m² Wohnfläche im Bestand der Gesellschaften und Genossenschaften zu halten. Die Bedeutung der Wohnungsbaugesellschaften zeigt sich in der erwirtschafteten Stadtrendite. Über die Bedeutung der Wohnungsbaugenossenschaften braucht man an dieser Stelle nicht zu reden.
Da die Mieten in dieser Stadt offensichtlich nicht mehr zu reduzieren sind, bleibt nur noch übrig, die als angemessen geltenden Mietkosten an die Realität anzupassen.

Die Konsequenzen des Wegfalls der Anschlussförderung sind nochmals rechtlich zu würdigen.

Die aktuelle wohnungspolitische Situation wird von der Landespolitik nicht wahrgenommen bzw. nicht akzeptiert. Die Ursachen liegen in dem politisch gewollten Ausstieg aus der Wohnungsbauförderung.

Mit der Vermarktung der städtischen Wohnungsbestände ist der Wohnungsmarkt für Spekulanten geöffnet worden und die Mietenentwicklung zeigt deutlich, dass die „breiten Schichten der Bevölkerung“ nicht mehr im Fokus der Wohnungspolitik stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Kalepky

Dez BWI
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